Beiträge aus dem Jahr 2010

Ferienjobs im Nationalpark

Ferienjobs im Nationalpark

Infohütte im Obersulzbachtal

SchülerInnen und StudentInnen für Sommer 2011 gesucht

Der Nationalpark Hohe Tauern ist bei SchülerInnen und StudentInnen nicht nur als Ausflugsziel und Umweltbildungseinrichtung überaus beliebt, sondern auch ein begehrter Arbeitsplatz für Ferienjobs. Die Salzburger Nationalparkverwaltung wird im Sommer 2011 wieder etliche Ferialarbeitsstellen besetzen.

Auf die PraktikantInnen warten interessante Tätigkeiten im Bereich der Besucherinformation in den Nationalparkgemeinden 

 

  • Krimml - Wildgerlostal – Infohütte beim Gasthof "Finkau"
  • Neukirchen - Infohütte am Hopfeldboden
  • Bramberg - Infohütte Parkplatz Habach
  • Hollersbach - Infohütte am Parkplatz Hollersbach
  • Mittersill - Infohütte am Hintersee
  • Uttendorf - Infohütte bei Berghotel "Rudolfshütte"
  • Kaprun - Infohütte am Mooserboden
  • Fusch - Wilfried-Haslauer-Haus – Großglockner
  • Rauris - Infohütte Lenzanger und Fleckweide
  • Gastein - Sportgastein – Nassfeld
  • Muhr - Parkplatz Arsenhaus

 

Die Wegstrecke zur Arbeitsstelle ist von den Ferialarbeitern auf eigene Kosten selbst zu organisieren. Bei einigen Ferialarbeitsstellen ist daher ein eigenes Fahrzeug erforderlich. Das Mindestalter bei Arbeitsantritt im Sommer ist das vollendete 18. Lebensjahr.

Bei einem Auswahlgespräch am 16. Februar in Mittersill wird ein gewisses Grundwissen über den Nationalpark und seine Aufgaben abgefragt. Wir empfehlen daher eine selbständige Vorbereitung (Internet, etc.). Vor dem Einsatz vor Ort erfolgt eine Schulung.

 Bewerbungen bis 9. Februar 2011 an:

Nationalparkverwaltung Hohe Tauern

Gerlos Straße 18, 2. OG

5730 Mittersill

nationalpark@salzburg.gv.at

Nationalpark Hohe Tauern als regionalwirtschaftlicher Motor

Nationalpark Hohe Tauern als regionalwirtschaftlicher Motor

Pressekonferenz

„Ökonomischen Wirkungsanalyse des Nationalparks Hohe Tauern“

Bericht des IHS-Kärnten (Institut für Höhere Studien und wissenschaftliche Forschung)

„Der regionalwirtschaftliche Effekt des Nationalparks Hohe Tauern entspricht einem Mittelbetrieb mit 220 Beschäftigten Der dadurch indizierte Steuerrückfluss beträgt insgesamt rund 6 Millionen Euro jährlich.“ dieses interessante Ergebnis einer von Nationalparkreferent LHStv. Dipl.-Ing. Uwe Scheuch gemeinsam mit der Landesplanung Kärnten beauftragten Untersuchung des Nationalparks aus ökonomischer Sicht präsentierte Scheuch in der Pressekonferenz am 15. Dezember im Landesmuseum Kärnten.

„Die primäre Aufgabe des Nationalparks Hohe Tauern ist die Erhaltung und der Schutz der Biodiversität. Das Schutzgebiet ist aber keine isolierte Insel, sondern steht in enger Wechselwirkung mit der umliegenden Region und stellt für diese einen Mehrwert da“, so Nationalparkdirektor Peter Rupitsch.

„Die Region um den Großglockner ist zwar beliebter touristischer Anziehungspunkt, in erster Linie aber Lebens- und Wirtschaftsraum für die ansässige Bevölkerung. Und für diese leistet der Nationalpark, wie wir dank der Analyse des Instituts für Höhere Studien und wissenschaftliche Forschung Kärnten wissen, einen wichtigen und positiven Beitrag zur Regionalentwicklung.“ so Scheuch.

 Die vielfältigen wirtschaftlichen Impulse, die vom Nationalpark ausgehen, tragen deutlich dazu bei, Lebensqualität und wirtschaftliche Basis der ansässigen Bevölkerung zu sichern. Das Mölltal verfügt über einen überdurchschnittlich hohen Produktionsanteil in der Land- und Forstwirtschaft, auf Grund seiner peripheren Lage aber eine schwierige Situation für Betriebsansiedelungen und Arbeitsplätze. Gerade hier gibt der Nationalpark Hohe Tauern in seiner Bedeutung als einer der wichtigsten Arbeitgeber der Region positive Impulse für die wirtschaftliche Entwicklung.

Der fundierte Kosten-Nutzen-Vergleich der Studie bestätigt nun den Wert der touristischen Nutzung für die Region und bestärkt damit die Entscheidung, den Nationalpark im Einklang mit der Natur weiterzuentwickeln.

Diese Weiterentwicklung in ihren räumlichen Aspekten zu planen und strategisch zu steuern ist die Kernaufgabe der Landesplanung Kärnten. Denn – „die Landesfläche ist Grundlage für die gesamte Entwicklung Kärntens und seiner Bevölkerung, für die Stärkung seiner Eigenständigkeit, für die vernünftige Nutzung der räumlichen Potentiale und für die Bewahrung der landschaftlichen Vielfalt und der natürlichen Vorzüge.“ zitiert DI Peter Fercher, Leiter der Landesplanung Kärnten, aus der räumlichen Strategie zur Landesentwicklung Kärntens STALE!K. Dieses Planungswerk definiert im Kapitel „Nutzung und Schutz natürlicher Potentiale“ den Nationalpark Hohe Tauern als eine jener Zonen, die als „langfristige Vorrangflächen aufgrund ihrer wichtigen Funktionen hinsichtlich ökologischer Bedeutung, landwirtschaftlicher Wertigkeit und hinsichtlich ihrer besonderer Bedeutung für die Lebensqualität“ besonders zu schützen sind.“

Die Winterausgabe von Ranger Rudi ist da!

Die Winterausgabe von Ranger Rudi ist da!

Die Winterausgabe des Ranger Rudi

Auch in der kalten Jahreszeit ist Ranger Rudi unterwegs. Auf seinen Streifzügen durch den Wald trifft er auf Hirschkuhr Renate, die ihm einiges über das Leben des Rotwildes im Winter berichtet. Auch sind ihm im Wald die vielen Flechten an den Bäumen aufgefallen und hat dazu einen spannenden Bericht geschrieben. Im Nationalparkzentrum hat Rudi außerdem die Höhenbergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner getroffen und interviewt. Das und vieles mehr findet Ihr in der Winterausgabe des Ranger Rudi.

Gerlinde Kaltenbrunner bei Ranger Rudi

Gerlinde Kaltenbrunner bei Ranger Rudi

Gerlinde Kaltenbrunner

Am 26. November war die Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenbrunner zu Gast im Nationalparkzentrum in Mittersill. Der Veranstaltungssaal war bis auf den letzten Platz ausverkauft, als auf Einladung der Buchhandlung Ellmauer die Bezwingerin von 13 Achttausendern ihren Vortrag hielt.

Zuvor nutzten Uschi Wimmer und Tanja Wallner, unsere umtriebigen Redakteure der NP-Kinderzeitung 'Ranger Rudi' die seltene Gelegenheit für ein Exklusivinterview mit Gerlinde Kaltenbrunner. Schon im nächsten 'Ranger Rudi', der bereits knapp vor der Auslieferung ist, erfahren die vielen tausenden jungen LeserInnen Spannendes über das Leben von Gerlinde Kaltenbrunner und ihre Begeisterung für die Berge der Welt.

Gerlinde Kaltenbrunner unterstützt selbst Schulen und Schulprojekte in Nepal. Dass heute zB die NP-Wasserschule auch in Indien zu finden ist und vor Jahren bereits NP-Ranger aus den Hohen Tauern dort das 'knowhow' der Umweltbildung zur Verfügung gestellt haben, um einen nachhaltigen Umgang mit den wichtigsten unserer Lebensgrundlagen weltweit ins Bewusstsein der kommenden Generationen zu rücken, faszinierte Gerlinde Kaltenbrunner besonders. Die Übernahme einer Art Patenschaft für die NP-Umweltbildung ist im Entstehen.

Neuerscheinung Bildband „Nationalpark Hohe Tauern

Neuerscheinung Bildband „Nationalpark Hohe Tauern

Präsentation Bildband

Zu einer imaginären Wanderung durch den Nationalpark Hohe Tauern lädt Buchautor Mag. Heinz Kröll in seinem neuen Band „Mit Pinsel und Stift von den Quellen der Mur zu den Krimmler Wasserfällen“.

Zehn Jahre lang investierte Mag. Kröll viel Zeit in das Projekt: Unermüdlich streifte er durch Antiquitätenläden, wandelte durch Auktionshäuser, schnüffelte bei Kunstsammlern, recherchierte in Galerien und Museen. Das Ergebnis liegt nun in Buchform auf: Anhand von über 250 Bildern, gefertigt von über 100 Malern, liefert Mag. Kröll einen faszinierenden Einblick in die Natur und die landschaftliche Schönheit des größten Österreichischen Naturparks mit seinen Anteilen an den Bundesländern Kärnten, Salzburg und Tirol.

 

Im Marmorsaal des Ministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend in Wien wurde das Buch am 17. November präsentiert.

Der Präsident des Vereins der Freunde des Nationalparks Mag. Werner Wutscher ging in seiner Begrüßungsansprache auf die Berührungspunkte zwischen Kunst und Natur ein und bezeichnete die Malerei als höchste Form der Kommunikation, um die Unmittelbarkeit und Einzigartigkeit der Natur zu transportieren.

Hofrat Dr. Gerbert Frodl, ehemaliger Direktor der Österreicheischen Galerie im Belvedere, skizzierte die Rolle der Berge in der Malerei. Er spannte den Bogen von den ersten Bergillustrationen der niederländischen Maler im 16. Jahrhundert über den Beginn der autonomen Landschaftsmalerei ab dem 18. Jahrhundert, bis zu Werken der expressionistischen Alpenmaler. Welche unterschiedlichen Rollen dabei hervorragende Vertreter wie Thomas Ender, Friedrich Gauermann, oder Alfons Walde spielten, erläuterte Frodl.

Der Kärntner Nationalparkdirektor Mag. Peter Rupitsch gratulierte Mag. Heinz Kröll zu dem erfolgreichen Abschluss des 10 Jahre dauernden Projekts. Mit Osttiroler Sturheit und Wiener Charme habe Kröll das Projekt durchgezogen, analysierte Rupitsch.

„Hätte ich das mit Wiener Sturheit und Osttiroler Charme“ gemacht, wäre es nie zu dem Buch gekommen, konterte Kröll schlagfertig.

Auch dessen Tiroler Amtskollege DI Hermann Stotter war zur Präsentation nach Wien gereist.

In Wien lebende Tiroler Studenten umrahmten die Präsentation musikalisch mit echten Volksmusikweisen.

Mag. Heinz Kröll stammt aus dem Defereggen, in Wien lehrte er am Theresianischen Gymnasium Kunstgeschichte. Nach seiner Pensionierung ist er weiterhin als Dozent am Amerika-Institut in Wien pädagogisch tätig. Mag. Kröll absolvierte das Kunststudium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Er machte sich auch als Fotograf und Buchautor einen Namen. Er steht weiters dem Verein der Osttiroler in Wien, dem Club Osttirol, als Obmann vor.

In unterhaltsamer Weise, gewürzt mit zahlreichen humorigen Bemerkungen, begleitet von tief greifenden philosophischen Gedanken zum Naturschutz und unterstützt mit einer Videopräsentation, stellte der exzellente Rhetoriker sein Werk vor: Die Landesgrenzen negierte Kröll auf seinem Streifzug vom Quellgebiet der Mur bis zu den Krimmler Wasserfällen. Die Einteilung erfolgte nach den Gebirgszügen.

Kröll beschränkte sich in seiner Motivwahl nicht auf ausgeprägte Landschaftsformen und markante Bergspitzen, er gibt in seinem Buch vor allem den Gewässern breiten Raum. Auch Faune und Flora werden prominent eingefügt: ausgeprägte Baumformen, schützenswerte Pilze,  im Park lebende Tiere von den Gämsen bis zu den Schmetterlingen, dienen als Motiv. Und auch die in diesem Naturjuwel lebenden Menschen werden portraitiert, dabei immer in ihrer Nähe zur Natur gezeigt.

Ein Zeitraum von 200 Jahren liegt zwischen der Entstehung der ältesten Darstellung im Buch, eines Stichs von Bad Gastein, bis zu den jüngst gefertigten Bildern. Breiter Raum wird der Gruppe der „Nationalparkmaler“ um die vortreffliche Aquarellistin Hannelore Nenning gegeben, die sich grenzüberschreitend der Erhaltung der Natur in den Schutzzonen verschrieben haben und mithilfe der Domäne Malerei ein individuelles Naturerlebnis zu vermitteln suchen und historische Formen im Bild festhalten.

Höhepunkt im Band ist sicher die Großglocknerdarstellung von Thomas Ender, das Original befindet sich im Schloß Belvedere. Weitere bedeutende Künstler, die sich im Gebiet des Nationalparks zum Malen gedrängt fühlten sind etwa der Britische Maler Ed. Theodore Compton, Hugo Engl, Karl Hofmann, Hubert Sattler, Franz Eichhorst, Ernst Schrom, Karl Maria Schuster, mehrere aus der Künstlerfamilie der Stoitzners, oder der Panoramamaler Markus Pernhart.

Diesen Werken gegenüber stellt Kröll Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern, arrivierten wie Oswald Kollreider oder Kurt Welther bis zu Diana Nenning, der jüngsten im Buch vertretenen Malerein.

Für Abwechslung sorgt auch die Rücksichtnahme des Autors, die verschiedenen Techniken der Bildenden Kunst ausgeglichen in seinem Buch zu präsentieren. Dabei sind die Bleistiftzeichnungen, die die Künstler auf ihren Bergwanderungen und bei ihren Felskraxlereien in Skizzenbüchern anfertigten, besonders spannend.

Die 180 Gäste, darunter viele Künstlerinnen und Künstler, die mit Werken im Buch vertreten sind, dankten mit stürmischem Applaus für die spannende und erlebnisreiche Wanderung quer durch den Nationalpark Hohe Tauern. Und das im Sitzen. Und ohne Bergschuhe. Und in nur einer Stunde.

„Jede Landschaft der Welt hat ihren spezifischen Reiz“ postulierte der Maler Leopold Ganzer. Dass die Region des Nationalparks Hohe Tauern eine besondere Faszination auf Künstler ausübt, zeigt dieses Buch beeindruckend.

Das Buch „Nationalpark Hohe Tauern – Mit Pinsel und Stift von den Quellen der Mur zu den Krimmler Wasserfällen“  kostet € 34,- und ist beim Verein der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern, Hof 8, 9844 Heiligenblut, Tel.: 04825/6161-10 oder tauernfreund@hohetauern.at erhältlich.

Jubiläum „50 Jahre Steinwild am Großglockner“ gebührend gefeiert

Jubiläum „50 Jahre Steinwild am Großglockner“ gebührend gefeiert

Jubiläumsfeier

Das Steinwild wurde in den Hohen Tauern im 18 Jahrhundert. Aufgrund zunehmender stärkerer Verfolgung durch den Menschen zur Gänze ausgerottet. Die Wiedereinbürgerung des Steinwildes in der Gemeinde Heiligenblut begann im Jahre 1960. Am Samstag wurde die Erfolgsgeschichte der 50-jährigen Steinwild-Wiedereinbürgerung im Dorfsaal in Heiligenblut im Rahmen einer großen Jubiläumsveranstaltung gebührend gefeiert.

 

Hans Pichler, Obmann der Steinwildhegegemeinschaft, gab in seinem Kurzreferat einen Rückblick über die Wiederansiedelung des Steinwildes. Prof. DDr. h.c. Eberhard Stüber, Präsident des Österreichischen Naturschutzbundes, wies in seinem interessanten Vortrag auf die Wiedereinbürgerung des Steinwildes, ein Verdienst der Jägerschaft und ein Markstein des Nationalparks Hohe Tauern hin.   „Wir freuen uns, dass es uns durch das Engagement aller gelungen ist, den Erhalt dieser edlen Tierart zu sichern. Vor allem möchte ich mich bei der Steinwildhegegemeinschaft bedanken, welche durch ihr Steinwildmanagement nicht zur zum Erhalt, sondern auch zur Erforschung dieser Tiere beitragen“, so Naturschutzreferent LHStv. Uwe Scheuch, welcher dem Obmann der Steinwildhegegemeinschaft Großglockner, Hans Pichler, das Ehrenzeichen des Landes Kärnten verlieh.

Landesjägermeisterstellvertreter Dr. Walter Brunner würdigte im Rahmen der Grußworte die hervorragenden Leistungen um das Steinwild und verlieh Herrn Obm. Hans Pichler das Goldene Ehrenzeichen der Kärntner Jägerschaft.

Die Hauptinitiatoren der Wiedereinbürgerung vor 50 Jahren waren der damalige Visionär und Jagdpächter aus Heiligenblut KR Hans Pichler und der damalige Landesjägermeister Dr. Werner Knaus.

Im Zuge der Vorerhebungen, ob dieses Gebiet für eine Wiederansiedelung geeignet sei, wurde auch der Schweizer Steinwildexperte, Jagdinspektor Dr. Zimmerli aus Graubünden zur Hilfe heran gezogen. Im Juni 1960 war es soweit. Es wurden drei Böcke, sowie eine Geis, welche aus Pontresina stammten, im Bereich des Jungfernsprunges freigelassen. Weitere Freilassungen folgten in den darauffolgenden Jahren. Nach anfänglicher langsamer Entwicklung hat sich der Wildbestand bis 1975 auf etwa 120 Tiere vergrößert. Leider reduzierte eine Räudewelle Mitte der 70er Jahre den Bestand auf 26 Tiere.

Im Jahre 1974 wurde die Steinwildhegegemeinschaft Großglockner mit dem Obmann KR Hans Pichler gegründet, mit dem Ziel das Steinwild gesund und dauerhaft zu erhalten.

Die Steinwildhegegemeinschaft wird derzeit vom Obmann Hans Pichler geleitet und umfasst ein Gebiet von ca. 37.000 ha. Aufgrund ständiger Zählungen und Beobachtungen beträgt der Steinwildbestand derzeit ca. 200 Stück und teilt sich hauptsächlich auf die Gebiete um den Großglockner, das Fleisstal, sowie dem Wangenitzental auf.

Das notwendige Steinwildmanagement wird von der Steinwildhegegemeinschaft Großglockner durchgeführt. Die Betreuung bzw. Aufsicht erfolgt von den beiden Steinwildhütern Hansl Kronabetter und Hubert Granitzer. Als Unterstützung für die Steinwildhegegemeinschaft steht der Nationalpark Hohe Tauern mit seinen Mitarbeitern, dessen Ziel ebenfalls der Schutz und Erhalt dieser edlen Tierart ist,  immer hilfreich zur Seite. So wurde unter anderem sehr erfolgreich ein Forschungsprojekt zum Thema „Raumverhalten des Alpensteinbocks“ umgesetzt. Dazu wurden Steinböcke besendert.

Die musikalische Umrahmung der Steinwild-Jubiläumsfeier erfolgte durch die Jagdhornbläser aus Heiligenblut sowie der Hoagast Musik. An kulinarischen Köstlichkeiten wurde Steinwildgulasch angeboten.

Nationalpark bei Interpädagogica in Linz

Nationalpark bei Interpädagogica in Linz

Experiment während der Wasserschule

Von 11. bis 13. November 2010 findet wieder die Interpädagogica statt, seit über 30 Jahren DIE österreichische Bildungsplattform für den pädagogischen Bereich und damit der jährliche Pflichttermin für alle Pädagogen und Pädagoginnen. Jährlich verzeichnet die Messe über 16.000 Besucher, heuer findet sie im Design Center Linz statt.

Der Nationalpark Hohe Tauern ist wieder gemeinsam mit den fünf anderen Nationalparks Österreichs mit einem großen Messestand vertreten. Pädagogen und Pädagoginnen sowie Multiplikatoren können sich dort über das umfassende Bildungsangebot informieren und sich bezüglich eines maßgeschneiderten Programms für ihre Schüler beraten lassen.

Im Nationalpark Hohe Tauern werden jährlich ca. 35.000 Schüler und Schülerinnen betreut. Dabei erwartet die Schulklassen aus ganz Österreich ein vielfältiges Angebot. Von den klassischen Projekttagen mit Abenteuertag, Besuch der Krimmler Wasserfälle und Teilnahme an einem Modul im Science Center bis hin zu Hochgebirgstagen mit Hüttenübernachtung, Schneeschuhwanderungen im Winter und der Nationalpark Wasserschule als mobile Nationalparkschule.

Nationalpark bei Mineralienmesse in München

Nationalpark bei Mineralienmesse in München

Von 29. bis 31. Oktober 2010 finden in München wieder Europas Leitmesse für Mineralien, Fossilien, Edelsteine und Schmuck statt. An die 30.000 BesucherInnen verzeichnet die Mineralienmesse jedes Jahr an diesem letzten Oktoberwochenende. Die Nationalparkverwaltung ist auch heuer wieder gemeinsam mit dem Tourismusverband Rauris mit einem Messestand vertreten.

Natürlich steht die Nationalparkpräsentation diesmal ganz im Zeichen der im Juni in Bramberg neu eröffneten NP-Ausstellung "Smaragde & Kristalle". 

Etwa 200 verschiedene Mineralien vom Bergkristall über Fluorite bis zu Sphenen findet man in den Hohen Tauern. Die Epidot- sowie die Smaragdfundstellen im Gebiet des Nationalparks sind weltberühmt. In der Ausstellung erlebt man einen einzigartigen Einblick in die faszinierende Vielfalt des Kristallschatzes der Hohen Tauern. Die neue NP-Ausstellung 'Smaragde und Kristalle' in Bramberg zählt zu den besten auf diesem Gebiet, nicht nur wegen der modernen Innenarchitektur und der modernen Museumsdidaktik, sondern insbesondere wegen seiner einzigartigen Funde, die alle aus der Region der Hohen Tauern stammen.

Nationalparkranger absolvieren erfolgreich ihre Abschlussprüfung

Nationalparkranger absolvieren erfolgreich ihre Abschlussprüfung

Am Mittwoch, 27. Oktober 2010,  absolvierten 4 Nationalparkranger erfolgreich ihre Abschlussprüfung im Haus der Natur. Valeria Hochgatterer, Gerald Sturm, Jonathan Pucher und Matthias Berger sind nun nach dreijähriger theoretischer und praktischer Ausbildung im Nationalpark Hohe Tauern geprüfte Nationalparkranger. Die Rangerausbildung wurde zusammen mit dem Haus der Natur entwickelt. Die einzelnen Ausbildungsmodule werden über die Nationalparkakademie Hohe Tauern abgewickelt. Die Ranger sind das Aushängeschild des Nationalparks Hohe Tauern. Mit ihrer umfassenden Ausbildung vermitteln sie den Besuchern die einzigartige Natur des Parks. Wir gratulieren unseren frisch gebackenen RangerInnen!

Haus der Natur und Nationalpark – eine starke Symbiose

Haus der Natur und Nationalpark – eine starke Symbiose

Partnerschaft für die Natur unterzeichnet 
Am 27.Oktober 2010 fand im Haus der Natur in Salzburg die Unterzeichnung einer Partnerschaftsvereinbarung zwischen dem Haus der Natur und dem Nationalpark Hohe Tauern statt. Der derzeitige Vorsitzende des länderübergreifenden Nationalparkrates LHStv Dipl-Ing. Uwe Scheuch (Kärnten), die Salzburger Nationalparklandesrätin Doraja Eberle, LHStv. und Naturschutzreferent Hannes Gschwentner (Tirol) und der Leiter des Hauses der Natur Dr. Norbert Winding bekennen sich damit zu einer über Jahrzehnte gewachsenen Zusammenarbeit, die nun in einigen Eckpunkten auch für die Zukunft ein fester Bestandteil der Weiterentwicklung des Nationalparks Hohe Tauern sein soll.

Bereits seit der Gründung des Nationalparks besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen diesem und dem Haus der Natur. Das Nationalparkzentrum Mittersill, zahlreiche Ausstellungen, Infostellen, Lehrwege, Publikationen und eine umfassende Datenbank zur Fauna und Flora der Hohen Tauern sind sichtbare Ergebnisse dieser Kooperation. "Die bisherige Zusammenarbeit zwischen dem Haus der Natur und dem Nationalpark Hohe Tauern ist seit Jahren in den Bereichen Forschung und Umweltbildung besonders erfolgreich", freut sich Scheuch. „Mit diesem Partnerschaftsübereinkommen wird dieser Symbiose nun ein würdiger Rahmen gegeben, welcher über die nächsten Jahre weiterhin die Entwicklung des Nationalparks im Bereich Wissenschaft und Umweltbildung bereichern wird.“

"Das Haus der Natur und der Nationalpark Hohe Tauern sind unsere Leitbetriebe, was die Erhaltung unseres Naturerbes, aber auch die Umweltbildung betrifft", betont Eberle, welche in der länderübergreifenden Partnerschaft einen wichtigen Impuls sieht.

„Die Feldforschung ist sowohl in der Wissenschaft als auch in der Umweltbildung besonders wichtig. Für die Wissenschaft liefert Forschung ‚vor Ort’ im Nationalpark Hohe Tauern wertvolle Daten und Erkenntnisse, gleichzeitig kann im Bereich der Umweltbildung die Natur hautnah erlebt werden“, so Gschwentner. 
Schwerpunkte der vereinbarten Zusammenarbeit sind die Biodiversitätsdatenbank des Nationalparks, die Aus- und Weiterbildung der Nationalpark Ranger sowie die Kooperation bei wissenschaftlichen Projekten. "Wir profitieren beide immens voneinander. Das Haus der Natur stellt wissenschaftliches Know how zur Verfügung, der Nationalpark und sein Management sind Voraussetzung, dass sich sowohl die Forschung als auch die Umweltbildung qualitativ hochwertig entfalten kann", sind sich die Direktoren des Hauses der Natur und des Nationalparks Norbert Winding und Direktoriumsvorsitzender des Nationalparks, Peter Rupitsch einig. Nicht umsonst gilt der Nationalpark Hohe Tauern heute als 'größtes Freiluftlabor' sowie als 'größtes Klassenzimmer' Österreichs. Der Nationalpark Hohe Tauern und das Haus der Natur leisten mit der heute unterzeichneten Kooperation außerdem einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie und des Strategiepapiers der österreichischen Nationalparke.


Ranger Abschlussprüfung

Am heutigen Tage absolvierten auch 4 Nationalparkranger erfolgreich ihre Abschlussprüfung im Haus der Natur. Valeria Hochgatterer, Gerald Sturm, Jonathan Pucher und Matthias Berger sind nun nach dreijähriger theoretischer und praktischer Ausbildung im Nationalpark Hohe Tauern geprüfte Nationalparkranger. Die Rangerausbildung wurde zusammen mit dem Haus der Natur entwickelt. Die einzelnen Ausbildungsmodule werden über die Nationalparkakademie Hohe Tauern abgewickelt. Die Ranger sind das Aushängeschild des Nationalparks Hohe Tauern. Mit ihrer umfassenden Ausbildung vermitteln sie den Besuchern die einzigartige Natur des Parks.

Seminar im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz: Wie wild darf Wildnis sein?

Seminar im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz: Wie wild darf Wildnis sein?

Seven Summits im Nationalpark Hohe Tauern-Strasskopf

Mit dieser und anderen Fragen rund um das Thema Wildnis und Großschutzgebiete beschäftigt sich das gleichnamige Seminar am 10. und 11. November im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz.

Wir Menschen lieben eine „zusammengeräumte“ Landschaft, Wildnis wird als unordentlich empfunden. Seit dem Beginn der Industrialisierung und ganz besonders seit der Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Landschaft zunehmend kultiviert und die Wildnis verdrängt. Heute gibt es in Europa kaum noch ein Gebiet, in dem sich die Natur selbst überlassen bleibt. In kaum einem Lebensraumtyp wird heute noch eine natürliche Entwicklung ohne menschliche Eingriffe zugelassen. Wildnis bedeutet für die meisten Menschen Gefahr und Angst, sie liegt außerhalb unseres Kontrollbereichs und ist deshalb noch immer nicht voll salonfähig.

Natürliche Prozesse sind jedoch für die Biodiversität unerlässlich und somit ist ihr Schutz oder ihre Wiederzulassung ein wesentliches Ziel des Naturschutzes.

Termin:

Mittwoch, 10. November  – Beginn: 14.30 Uhr bis Donnerstag, 11. November – Ende: 17.30 Uhr, BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz

 Anmeldung bis zum 4. November unter:

BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz, 9822 Mallnitz 36, Tel: +43 (0) 4784 – 701 Fax: DW – 21bios@ktn.gv.at,

TV Reportage über die Alpen-Ranger

TV Reportage über die Alpen-Ranger

Die Mithilfe bei wissenschaftlichen Projekten (hier Bartgeierfreilassung) war Thema im NPHT

Servus TV bringt am Donnerstag, 21. Oktober um 19.45 h (WH 26. Oktober 10.35 h), in der Reihe "Aus dem Leben - Die Reportage" den ersten Teil der Reportage Alpen-Ranger - auf Patroullie im Paradies.
Die Reportage begleitet Nationalpark-Ranger aus drei Ländern (Ö/D/CH) bei ihrem Einsatz für den Erhalt einer außergewöhnlichen Alpenlandschaft. Auch der Nationalpark Hohe Tauern war Schauplatz. Teil II wird am 28. Oktober ebenfalls um 19.45 h ausgestrahtl.

„Nationalparkgespräche 2010“ zum Thema "Landwirtschaft und Biodiversität" erfolgreich absolviert

„Nationalparkgespräche 2010“ zum Thema "Landwirtschaft und Biodiversität" erfolgreich absolviert

Überreichung Hofmappen

Rahmen der Nationalpark-Gespräche zum Thema „Landwirtschaft und Biodiversität“ wurde im Nationalparkhaus in Großkirchheim der „Regionale Naturschutzplan Hohe Tauern" präsentiert

Über 60 Landwirte der Hohen Tauern bewirtschaften ihre Flächen künftig nach naturschutzfachlichen Kriterien. Im Zuge der Naturschutzmaßnahme WF im ÖPUL-Programm 2007 – 2013 wurde 2009 der Regionale Naturschutzplan Hohe Tauern, als einer von derzeit 14 regionalen Naturschutzplänen in Kärnten, entwickelt.

„Das Programm sieht den Schutz des ländlichen Lebensraumes sowie den Erhalt und den Ausbau der Biodiversität vor. 640 Hektar Fläche werden in den Hohen Tauern von 62 am Naturschutzplan teilnehmenden landwirtschaftlichen Betrieben bewirtschaftet“, erklärt Naturschutzreferent LHStv. Uwe Scheuch. Ein Drittel (262 ha) dieser Flächen werden künftig nach naturschutzfachlichen Auflagen des Naturschutzplanes bearbeitet. Dieser sieht unter anderem bestimmte Mähzeiten, einen Düngeverzicht sowie den Erhalt und die Pflege von Landschaftselementen wie Hecken, Klaubsteinmauern Feuchtbiotopen und Streuobst vor.

Gemeinsam mit den Landwirten wurde ein Konzept erarbeitet, welche Flächen und Landschaftselemente als besonders wertvoll gelten und wie diese im Einklang mit der jeweiligen Betriebssituation am besten geschützt werden können.

„Dieses einzigartige Projekt bezieht Entwicklungszonen in ein gesamtes Naturschutzprojekt ein und ist ein noch nie da gewesener Schulterschluss von Landwirten und Naturschützern“, so Scheuch. Der ‚Naturschutzplan Hohe Tauern’ ist ein Beweis dafür, dass Naturschutz und Landwirtschaft koexistenz sein können. Es gibt ein harmonisches Miteinander von Landwirten und Naturschützern und stellt für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation dar. Ermöglicht wurde diese einzigartige Kooperation durch die Bereitschaft der vielen Landwirte und Naturschützer zum Mitmachen und Mitgestalten.

Der Naturschutzplan bringt der Region jährlich an die 150.000 Euro ein. Betreut wird das Projekt von „LE.NA“ (Ländliche Entwicklung Naturschutz)  der Abteilung 20 Landesplanung. "Die EU fördert das Projekt zu 60 Prozent, je 20 Prozent kommen von Land und Bund", so "LE.NA"-Geschäftsführer Georg Haimburger.

Die Landwirte blicken durch diese Initiative positiv in die Zukunft. "Nicht nur unser Image als Landwirte, sondern auch unsere Gäste und alle Naturliebhaber profitieren davon", so eine Landwirtin. Das Projekt läuft vorerst für fünf Jahre. Im Zuge dieser Veranstaltung wurde den Bewirtschaftern der Nationalparkregion Hohe Tauern die Hofmappen überreicht.

Auch Dipl.-Ing. Wolfgang Suske, Experte für Naturschutz und ländliche Entwicklung betonte in seinem Vortrag „Was lässt sich heute fördern – und was erwartet uns nach 2013?“ die wichtige Position der Biodiversität.

„Förderungen sind immer die politische Antwort auf Entwicklungen des Marktes oder der Globalisierung, die der Gesellschaft Sorge bereiten. Der Erhalt der Biodiversität nimmt dabei eine besonders wichtige Stellung ein. Der dramatische Verlust an Lebensräumen und Arten hat dazu geführt, dass nun die wichtigsten Staaten der Welt bei der UNO Artenschutzkonferenz letzter Woche in Japan endlich konkrete Schutzmaßnahmen beschlossen haben. Die Europäische Union wird dies zum Anlass nehmen, alle Programme noch stärker auf den Schutz der Lebensräume auszurichten“, so Suske.

Zum Abschluss der stimmungsvollen Veranstaltung überreichte Nationalparkreferent Uwe Scheuch Auszeichnungen an fünf Personen, als Anerkennung ihrer Verdienste um den Nationalpark. Geehrt wurden: Peter Sterz (Mallnitz), Genoveva & Mathäus Trojer (Heiligenblut) und Irene & Anton Suntinger  (Mörtschach).

Neuerscheinung: Bildband „Nationalpark Hohe Tauern

Neuerscheinung: Bildband „Nationalpark Hohe Tauern

Bildband

Gemeinsam mit Heinz Kröll hat der Verein der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern einen Bildband, der die künstlerischen Auseinandersetzungen mit dieser einzigartigen Landschaft zum Inhalt hat, herausgegeben. Über 100 Maler und Malerinnen haben die Motive der Hohen Tauern eingefangen und in mehr als 200 Bildern, wie Ölgemälden, Aquarellen sowie Zeichnungen auf höchst persönliche Weise dargestellt.

 

Bestellinfo: Der Bildband „Nationalpark Hohe Tauern - Mit Pinsel und Stift von den Quellen der Mur zu den Krimmler Wasserfällen“ ist beim Verein der Freunde des Nationalparks Hohe Tauern (Tel.: 04825 6161-10 oder tauernfreund@hohetauern.at) zum Preis von € 34,- zuzgl. Versandkosten erhältlich.

LEADER Region zieht erfolgreiche Bilanz

LEADER Region zieht erfolgreiche Bilanz

Eines der erfolgreichen Projekte in der LEADER Region Nationalpark Hohe Tauern - der Bienenlehrweg

Mit der EU–Förderperiode 2007-2013 wurde die NP-Verwaltung beauftragt, auch die Geschäftsführung für die LEADER-Region NP Hohe Tauern zu übernehmen. Bei der Generalversammlung am 12. Oktober konnten der Obmann der LEADER Region Bgm Leonhard Madreiter und die Geschäftsführerin MMag. Georgia Pletzer den Mitgliedern der LEADER Region die erfolgreiche Bilanz der ersten 'Halbzeit' präsentieren.

Viele aktuelle Projekte haben in der Region selbst große Anerkennung gefunden, wenig bekannt ist, dass diese nur durch die LEAEDER Förderung umgesetzt werden konnten. So zB der Smaragdweg und die NP Ausstellung 'Smaragde und Kristalle' in Bramberg, der Energielehrweg auf der Postalm in Neukirchen, Bienenlehrweg und Kräutergarten in Hollersbach sowie das Keltendorf in Uttendorf und wesentliche Teile des NP-Zentrums in Mittersill, das Projekt 'Wilde Natur' der Jägerschaft, das Kristallwasser in Rauris und vieles mehr.

Dass die NP-Verwaltung die Geschäftsführung bewerkstelligt, hat sich sehr bewährt, wurde hier doch schon über Jahrzehnte 'know how' im nationalen und internationalen 'Förderdschungel' aufgebaut, der auch der Region zugute kommen soll.

Nationalparkwanderung am Nationalfeiertag - Zedlacher Paradies

Nationalparkwanderung am Nationalfeiertag - Zedlacher Paradies

Uralte Lärchenriesen säumen den Weg durch das Zedlacher Paradies. Ende Oktober verfärbt sich der Wald in ein zauberhaftes Goldgelb. Noch viel mehr als sonst vermittelt das Zedlacher Paradies den Eindruck eines Urwaldes.

Und doch ist es ganz anders. Der Zedlacher Wald ist eine Jahrhunderte alte Kulturlandschaft. Die Almen der Zedlacher Bauern liegen hoch oben im rauen Froßnitztal und können nur sehr kurz im Sommer bestoßen werden. Daher musste ein Ausweich-Quartier für das Vieh für die Wochen vor und nach dem Almaufenthalt geschaffen werden um die Felder für den Anbau nutzen zu können. Also wurden im oberhalb des Dorfes gelegenen Wald durch all die Jahr-hunderte die Fichten entfernt und die Lärchen als Schattenspender gruppenweise stehen gelassen. So entstand eine Waldweide die auch heute noch genutzt wird.

Die knorrigen flechtenbehangenen Riesen sind die größten Lärchen Tirols. Eine Wanderung durch die goldgelbe Landschaft gehört zu den absoluten Herbst-Highlights in der Nationalparkregion.

Die Nationalparkverwaltung Hohe Tauern lädt alle naturinteressierten Menschen ein, am 26. Oktober 2010 zum Parkplatz Strumerhof östlich von Zedlach zu kommen. Nationalparkranger führen dann durch das Zedlacher Paradies hinauf zur Wodenalm, wo es eine zünftige Jause gibt. Hernach folgt der Abstieg zum Strumerhof. Wirtin Anna Holzer hat mit Sicherheit wieder Überraschungen parat und bietet vorzügliche Speisen aus selbstgemachten Produkten.

Die gratis geführte Wanderung ist leicht und auch für Konditionsschwächere gut geeignet. Allerdings sind festes Schuhwerk, gute Bekleidung sowie Getränke notwendig.

Treffpunkt: 26. Oktober 2010, 10:00 Uhr, Parkplatz Strumerhof, Zedlach bei Matrei i.O.

Rückkehr: ca. 16:00 Uhr.

Internationale Bartgeierzähltage 2010

Internationale Bartgeierzähltage 2010

Erwachsener Bartgeier

Am kommenden Wochenende ist es wieder soweit: Die internationalen Bartgeierzähltage 2010 finden statt. Der Schwerpunkt liegt dabei am Samstag, den 16. Oktober, von 09:00 bis 15:00 Uhr. Ziel ist es, möglichst viele Individuen zeitgleich zu erfassen und somit einen weiteren Beitrag zur Abschätzung der Population dieser nach wie vor gefährdeten Art in den Alpen zu gewinnen. Jedermann ist eingeladen!

Jedermann ist eingeladen, mitzuhelfen und das Wiederansiedlungsprojekt dieses noch immer seltenen Vogels zu unterstützen. Falls Sie am kommenden Wochenende in den Bergen unterwegs sind, nehmen Sie sich bitte die Zeit, vermehrt nach großen Vögeln Ausschau zu halten. Mit knapp drei Metern Spannweite sind Bartgeier, übrigens reine Aasfresser, die größten Vögel der Alpen und nicht unbedingt zu übersehen. Altvögel fallen durch ihr gelblich-oranges Kopf- und Brustgefieder auf, während Jungvögel bis zum vierten Jahr durch einen dunklen Kopf gekennzeichnet sind. Eines der wichtigsten Erkennungsmerkmale stellt jedoch der Stoß (Schwanz) eines Bartgeiers dar. Dieser ist auffallend lang (fast körperlang) und rautenförmig, also spitz zulaufend. Lediglich bei ganz jungen Tieren ist diese Form nicht immer eindeutig zu erkennen. Freigelassene Jungvögel besitzen im Gefieder zusätzlich längliche Markierungen, welche im Flug sehr gut zu erkennen sind. Bitte achten Sie auch auf farbige Fußringe!

Rund 140 bis 150 Bartgeier dürften derzeit den Alpenbogen durchstreifen, etwa 15 bis 20 Tiere davon Österreich. Je mehr freiwillige Beobachter mithelfen, desto verlässlicher kann der Bartgeier-Bestand geschätzt werden.

Das Bartgeier-Team bedankt sich im Voraus sehr herzlich!

Kontaktadresse
Dr. Gunther Greßmann
Tel.: 0664/8203055
e-mail: Beobachtung@gmx.net

Koch Alpin sponsert Tubbs Schneeschuhe für die Nationalpark Ranger

Koch Alpin sponsert Tubbs Schneeschuhe für die Nationalpark Ranger

Josef Essl von Koch Alpin mit den Nationalpark Rangern (c) NPHT.Hochgatterer

In der Nationalparkverwaltung laufen die Vorbereitungen für die kommende Wintersaison bereits auf Hochtouren. Mit Koch Alpin und dessen Mitarbeiter Josef Essl als Generalimporteur hat die Nationalparkverwaltung einen verlässlichen und professionellen Ausstatter für die Schneeschuhe gefunden.

Für den kommenden Winter 2010/11 unterstützt Koch Alpin die Arbeit der Nationalpark Ranger mit Schneeschuhen des Modells Mountaineer von Tubbs, welches speziell für das alpine Gelände entwickelt wurde. In der Nationalparkverwaltung stehen nun für die TeinehmerInnen am NP-Winterprogramm an die 100 Paar Schneeschuhe kostenlos bereit.

Das NP-Winterprogramm wird 2010/2011 wöchentlich 12 verschiedene Touren anbieten, für Gäste aus den Nationalparkregionsgemeinden wird auch im heurigen Winter die Teilnahme kostenlos sein.

pdfIm Winter 2010.pdf

Holzskulptur für den Schulhof in Prägraten

Holzskulptur für den Schulhof in Prägraten

Den Prägratner Schulkindern gefällt die Skulptur (NPHT-Tirol/P. Gruber)

„Aufwachsen im Nationalpark“ so interpretiert der einheimische Künstler Michael Lang sein Kunstwerk, das er anlässlich des 1. Holzbildhauer-symposium heuer auf der Niljochhütte geschaffen hat. Die Skulptur wurde am 7. Oktober vom Nationalpark Hohe Tauern der Volksschule Prägraten übergeben.

Lois Oberwalder, dessen Hof „Budamer“ hoch über Obermauern in Virgen liegt, organisierte im Sommer 2010 das über fünf Tage dauernde Holzbildhauerymposium „AlpinArt“ zum Thema „Faszination Bergnatur“ auf der Niljochhütte.

Sechs einheimische Künstler, darunter fünf Holzbildhauer und ein Steinmetz haben sich daran beteiligt. Jeder Künstler konnte hier seine eigenen Ansichten, Werkzeuge und Bearbeitungsmethoden vorstellen. Viele Gäste verfolgten die Arbeit und bestaunten die Fähigkeiten der Künstler.

Eines dieser Kunstwerke wurde am 7. Oktober der Volksschule Prägraten übergeben. Ein Grashalm im Schutz eines ausgehöhlten Lärchenbaumstammes versinnbildlicht das „Aufwachsen im Nationalpark“, so die Interpretation seines Schöpfers Michael Lang aus Virgen. „Noch ist es nicht ganz fertig, wir werden es im Frühjahr gemeinsam bemalen“, meint der Künstler und die Kinder zeigten sich sichtlich begeistert. „Dann soll die Skulptur bis zu ihrer natürlichen Vergänglichkeit den Schulvorhof zieren“, verspricht Bürgermeister Anton Steiner, der sich mit VS-Direktor Alois Unterlercher, Frau Resi Unterlercher, den Schützlingen des Kindergartens und den Volksschülern über das gelungenen Kunstwerk freute.

Der Nationalpark Hohe Tauern präsentiert naturkundliche und kulturelle Besonderheiten des Nationalparks

Der Nationalpark Hohe Tauern präsentiert naturkundliche und kulturelle Besonderheiten des Nationalparks

Nationalparkausstellung Obervellach

Die Ausstellung entführt in die Welt des Nationalparks und in die reiche Kulturgeschichte Obervellachs.  Der „Nationalpark-Explorer“ – eine große interaktive Karte des Gebietes – lädt zum Entdecken der Schönheit und Vielfalt der Region ein. Hier kann man mit einer großen Lupe besonders interessante Ausflugsziele im Kärntner Nationalpark anpeilen und bekommt dann zu jedem Ort die besonderen Highlights als kurze Multimediaschau präsentiert.  

 

Auf schwungvoll in den Raum gespannte Infobänder werden schließlich auch landschaftliche und naturkundliche Besonderheiten in Form von prächtigen Bildern und Kleindioramen rund um Obervellach gezeigt. Interaktive Stationen machen die kleine, aber feine Ausstellung unterhaltsam und abwechslungsreich.  

Die reiche Kulturgeschichte Obervellachs wird in einem zweiten  Raum hörbar. Mit einem großen, speziell inszenierten „Zeitreisemikrofon“ können Geschichte und Geschichten von Obervellach abgerufen werden. Kurze Hörbilder zu verschiedenen Epochen erzählen das Auf und Ab in der Entwicklung dieses Marktes. Sie berichten vom Goldrausch im Mittelalter, dem Niedergang des Bergbaues in der kleinen Eiszeit, vom 100jährigen Aufschwung durch einen zufälligen Fund, von kuriosen Wanderern, international berühmten Kunstschätzen, von berühmten Männern, Säumern und vom Kaiser. Die Spuren dieser reichen Geschichte sind noch heute im ganzen Ort zu entdecken.

Interessierte Besucher bekommen in der angeschlossenen Touristeninformation nähere Informationen zum Ort und dem Nationalpark Hohe Tauern.

Die Ausstellungsplanung lag in der Hand von Andras Zangl und Norbert Winding vom Haus der Natur in Salzburg, die zusammen mit zahlreichen Mitarbeitern sowie Firmen aus der Region eine weitere interessante Besucherinformation im Nationalpark geschaffen haben.

Ranger Rudi's neue Abenteuer mit Eichhörnchen Ekki...

Ranger Rudi's neue Abenteuer mit Eichhörnchen Ekki...

Dieses Mal trifft Rudi Eichhörnchen Ekki der so gerne Bucheckern frisst. Außerdem begibt er sich in den Hollersbacher Kräutergarten und besucht dort die Kräuterhexe Andrea die ihm allerhand über die Wirkung der Kräuter erzählt ....natürlich hat er dabei auch ein paar tolle Rezepte für euch gesammelt!

Das und vieles mehr in der neuen Ranger Rudi Herbstausgabe!

pdfHie gehts zur neuen Herbstausgabe 2010

BIOS Seminar: Wenn der Berg ins Tal kommt

BIOS Seminar: Wenn der Berg ins Tal kommt

Pasterze

Klimabedingte Landschaftsveränderungen und die damit zusammenhängenden Auswirkungen auf alpine Wege und Routen sind Thema des Seminars „Wenn der Berg ins Tal kommt“ am 12. Oktober im BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz.

Die Zunahme von Naturgefahren, der massive Rückgang der Gletscher und das Auftauen der Permafrostböden gehören wohl zu den augenscheinlichsten Zeugen des Klimawandels. Dabei ist auch das alpine Wegenetz durch die klimabedingten Veränderungen der Landschaft besonders betroffen. Durch die rasch zurückziehenden Gletscher und erhöhte Steinschlaggefahr steigt das Gefahrenpotential für Bergsteiger/innen und die Begehbarkeit des hochalpinen Geländes wird zunehmend schwieriger.

Doch Inwieweit sind natürliche Abtragungsprozesse im hochalpinen Raum, wie Fels- und Bergstürze oder Steinschlag auf den Klimawandel zurückzuführen? Die Teilnehmer/innen des Seminars sind eingeladen, ihre Beobachtungen zum Klimawandel vorzustellen und zu diskutieren.

Termin:

Montag, 12. Oktober 2010 - 9.00 - 15.30 Uhr, BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz

Anmeldung bis zum 7. Oktober unter:

BIOS Nationalparkzentrum Mallnitz, 9822 Mallnitz 36, Tel: +43 (0) 4784 – 701 Fax: DW – 21bios@ktn.gv.at,

Nationalpark Hohe Tauern und Milka prämieren die "Almen des Jahres 2010"

Nationalpark Hohe Tauern und Milka prämieren die "Almen des Jahres 2010"

Almen des Jahres 2010

Winklerner Alm (Kärnten), Finkalm (Salzburg) und Arnitzalm (Osttirol) für nachhaltige Bewirtschaftung und Naturschutz ausgezeichnet

Saftige Wiesen, Kühe auf der Weide und frisch gemähtes Heu – das sind die Bilder, die viele vor Augen haben, wenn sie an Österreichs Almen denken. Dass die Bewirtschaftung einer Alm harte Arbeit ist, ist den meisten dabei nicht bewusst. Auch die große Bedeutung des Naturraums Alm ist weitgehend unbekannt. Bereits zum vierten Mal wurden daher im Rahmen der seit 2007 bestehenden Kooperation von Kraft Foods / Milka und dem Nationalpark Hohe Tauern drei Almen aus jedem Bundesland des Nationalparks Hohe Tauern mit dem Titel „Alm des Jahres“ prämiert.

Auch dieses Jahr konnten wir wieder drei würdige Preisträger für den Titel „Almen des Jahres“ eruieren. Diese Auszeichnung ist uns sehr wichtig, denn sie ist Motivation für die Almbauern, mit ihren Ressourcen verantwortungsbewusst umzugehen. Und sie gibt uns die Möglichkeit, den Almbauern unsere Wertschätzung für ihren Beitrag zur Erhaltung unseres Naturraums auszudrücken. Die seit mittlerweile vier Jahren bestehende Kooperation mit Milka ermöglicht uns, seit 2007 diesen schönen Preis alljährlich zu verleihen.“, meint Mag. Peter Rupitsch, Direktoriumsvorsitzender des Nationalparkrats Hohe Tauern.

Die Preisträger 2010 sind: Die Winklerner Alm in Kärnten, die Finkalm in Salzburg und die Arnitzalm in Osttirol. Unter der Schirmherrschaft von Landwirtschafts- und Umweltminister Niki Berlakovich wurden diese drei Almen für ihr Engagement in nachhaltiger und traditioneller Almwirtschaft ausgezeichnet. Milka und der Nationalpark Hohe Tauern leisten mit der Verleihung dieser in Österreich einzigartigen Prämierung einen aktiven Beitrag zur Stärkung des öffentlichen Bewusstseins für diesen wichtigen Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum.

Die Winklerner Alm im oberen Mölltal liegt auf einer Seehöhe von 1.976 m. Sie hat ein Gesamtausmaß von 1.400 ha und wird als Almgemeinschaft betrieben. Rund 233 Schafe, 9 Pferde und 180 Rinder (Fleckvieh, Charolais, Grauvieh und die bereits gefährdete Rinderrasse Pinzgauer) werden von den Betreibern der Almhütte, Josef Pichler und Brigitte Suntinger, und deren Sohn Benjamin liebevoll betreut. Die traditionelle Almhütte, die vor einigen Jahren nationalparkkonform saniert wurde, ist nicht nur aufgrund der gastfreundlichen Wirtsleute sondern auch wegen der regionalen bäuerlichen Produkte bei Einheimischen und Gästen sehr beliebt: Die Besucher können Käse, Wurst, Speck, Brot, Säfte und Schnäpse verkosten. Oberhalb der Almhütte gibt es zwei naturbelassene Bergseen, in deren Umfeld viele Feuchtflächen und damit auch viel geschützte Amphibienarten leben. Zudem sind Steinwild, Rotwild, Gamswild, Rehwild, Murmeltier, Auerhahn, Spielhahn, Setinhuhn, Schneehuhn, Adler sowie der Bartgeier vertreten.

Die Finkalm im Untersulzbachtal wird von Familie Mair bewirtschaftet und zählt zu den wenigen noch voll bewirtschafteten und milchverarbeitenden Betrieben im Salzburger Nationalparkgebiet. Die Almhütte wurde 1807 gebaut und befindet sich seit 1904 im Familienbesitz. Die Milch der 22 Kühe wird zu Pinzgauer Käse, Butter und Joghurt verarbeitet und ausschließlich – neben Karreespeck und selbst gebrannten Schnäpsen - auf der Alm vermarktet. Frühaufsteher unter den Gästen können auch beim Käsen und Buttern zuschauen und mithelfen. Jungrinder, Schweine, Truthähne, Hühner, Enten, Hund und Katzen sind weitere Tiere auf der Finkalm. Die Finkalm ist Ausgangs- und Zielpunkt vieler Wanderungen im weitgehend naturbelassenen und nur durch wenige Almbetriebe genutzten Tauerntal.

In Osttirol auf 1.948 m Seehöhe liegt die Arnitzalm in Matrei. Sie ist im Besitz von sechs Bauern aus dem Ortsteil Ganz in der Gemeinde Matrei. Die Weideflächen werden gemeinschaftlich bewirtschaftet, das Melken der Kühe sowie die Betreuung des Almviehs erfolgt hingegen durch die jeweiligen Bauern. Im Sommer werden ca. 25 Milchkühe, 70 Galtrinder, 120 Schafe und 10 Milchziegen gehalten. Auf der „Plankerhütte“, der Almhütte der Familie Unterrainer, wird eine Jausenstation betrieben, deren hausgemachte Krapfen und selbst erzeugter Graukäse über die Alm hinaus bekannt und beliebt sind. Im Sommer 2007 wurde auf der Alm ein Kleinwasserkraftwerk errichtet, das den für die Bewirtschaftung der Almhütten notwendigen Strom produziert.

 Die Auszeichung „Almen des Jahres“

Die österreichischen Almen sind nicht nur als Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen ein wesentlicher Garant für die heimische Artenvielfalt. Sie stehen darüber hinaus für einen einzigartigen Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum. Die Almbauern und im speziellen die Sieger-Almen leisten somit einen wertvollen Beitrag zur Bewahrung ursprünglicher Lebenswelten und Landschaften. Sie garantieren die Erhaltung von Kulturlandschaften und Traditionen – nicht zuletzt, weil sie zum Teil seit Generationen von denselben Familien verwaltet werden.

Als offizielle Anerkennung erhalten die Sieger eine Bronze-Plankette, die sie als „Alm des Jahres“ ausweist. Weiters werden auf den Almen Schautafeln mit Detailinformationen der Alm aufgestellt und der Nationalpark Hohe Tauern auf den international bekannten Milka-Produkten mitbeworben.

Alle drei Sieger-Almen 2010 wurden von einer Fachjury auf die Erfüllung unterschiedlicher Kriterien geprüft: So wird die aktive und charakteristische Almbewirtschaftung, die Haltung heimischer Haustierrassen oder traditionelle Bauweise und Instandhaltung von Bauwerken und –elementen auf der Alm bewertet. Weiters wird die ständige Behirtung der Weidetiere oder die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Hohe Tauern und mit Schulen als Beurteilungskriterium herangezogen.

Volontärbericht 2010 Tirol

Volontärbericht 2010 Tirol

Volos cJurgeit

Auch im Sommer 2010 haben 8 Studenten/innen knapp 3 Monate Nationalparkluft schnuppern können und die Arbeit in einer Nationalparkverwaltung kennengelernt.

Die Aufagben haben von wissenschaftlichen Projekten bis hin zur Mitarbeit im Besucherservice und der Unterstützung der Nationalparkranger gereicht. Der Volontärbericht 2010...

gibt einen Überbblick über die Tätigkeiten, aber auch Erlebnisse der Volontäre.

pdfVolobericht 2010 Tirol.pdf

Pressefahrt 2010 ins größte Klassenzimmer Österreichs

Pressefahrt 2010 ins größte Klassenzimmer Österreichs

(Inter)nationale Journalisten nehmen die Bildungsangebote im Nationalpark unter die Lupe

Das größte Schutzgebiet Mitteleuropas präsentiert aktuelle Bildungsprojekte
Unter dem Motto „Natur erleben, begreifen, verstehen“ präsentiert der Nationalpark Hohe Tauern seine aktuellen Bildungsprojekte. Ziel der Bildungsarbeit ist es, von Kindesbeinen an das Verständnis für Naturschutz und Nachhaltigkeit zu wecken. Der Weg dahin führt über den hautnahen Kontakt mit der Natur. Als Spurenleser oder Gletscherforscher und begleitet von Nationalpark-Rangern wird die Natur für Klein und Groß zum Erlebnis. Wie mit Begeisterung im Gepäck die Motivation zum Naturschutz steigt, erfuhr vom 20. - 22. September 2010 eine Gruppe von nationalen und internationalen Bildungsjournalisten.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen erscheint es ambitioniert, neben Handy und MP3-Player mit Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz als gesellschaftliche Verantwortung mitzuhalten. Genau dieser Herausforderung stellt sich das Bildungs- und Besuchermanagement des Nationalparks Hohe Tauern aber sehr erfolgreich. Mit altersgerechten Methoden wird Verständnis für die hohe Bedeutung der Gletscher als die größten Süßwasserspeicher der Alpen, die klimatischen und ökologischen Zusammenhänge und die beeindruckende Natur geweckt. 
So machen sich dank der aktuellen Bildungsprojekte des Nationalparks immer mehr Kinder und Jugendliche neugierig auf den Weg in die unberührten Wälder, artenreichen Tierwelten und eisigen Gletscherzonen des Nationalparks Hohe Tauern. Mit ihrem Wissensdurst haben gerade die kleinen Besucher Potenzial große Naturschützer zu werden. Denn mit der Begeisterung für Pflanzen, Tiere und Umwelt wächst auch die Motivation, mit der Natur sorgsam umzugehen. Das Konzept, um ebendiese Begeisterung bei jungen Menschen zu wecken, wird nun einer Gruppe von Fachjournalisten vorgestellt. Diese erleben hautnah, wie sich der Nationalpark in das größte Klassenzimmer Österreichs verwandelt.


Erlebnis mit allen Sinnen

Sich mit allen Sinnen mit der Natur auseinanderzusetzen, darauf baut die Bildungsarbeit des Nationalparks Hohe Tauern auf – mit Erfolg für die Umwelt und die Kinder selbst, wie Mag. Peter Rupitsch, Direktoriumsvorsitzender des Nationalparkrates Hohe Tauern erklärt: „Die langjährige Erfahrung in der Arbeit mit den Kindern zeigt, dass sie in ihrem Alltag kaum noch Naturerlebnisse haben. Wichtige Sinne wie Riechen, Fühlen, Schmecken, Sehen und Hören werden ungenügend entwickelt. Die meisten der betreuten Kinder kennen sich mit Dinosauriern besser aus als mit den heimischen Tierarten in den Alpen. Wir machen sie deshalb auf den Duft von Alpenblumen aufmerksam, lassen sie den Waldboden unter den Füßen fühlen, verschiedene Kräuter am Geschmack erkennen, nach Spuren im Schnee Ausschau halten und die Rufe der Tiere aufmerksam hören.“ Der Bildungsauftrag des Nationalparks Hohe Tauern lautet damit ganz klar: Natur erfahrbar machen, sie aktiv erleben und einen persönlichen Zugang dazu finden, je unmittelbarer desto besser.


Bildung auf 3 Ebenen

Die aktuellen Bildungsprojekte gründen auf drei Säulen: Sie nutzen zum einen die Nationalpark-Ranger als Wissensvermittler. Zum anderen wird der Nationalpark mobil und bringt die Natur in die Schulen. Als dritte Säule wird der Nationalpark selbst zum Klassenzimmer und bietet Bildung vor Ort an. So können sich Schüler in den Projekttagen als Spürnasen in der Natur versuchen, lernen über die alpine Ökologie und auch über die bäuerliche Kultur des Nationalparks. Dafür sorgt zum Beispiel die Nationalparkwerkstatt in Hollersbach, wo die Kinder den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen durch Butterrühren, Filzen oder das Kochen einer Kräutersuppe lernen. Die lebensnotwendige Ressource Wasser wird im Haus des Wassers in St. Jakob in Osttirol erforscht. In Matrei, Mallnitz und Mittersill befinden sich weitere Bildungs- und Besucherzentren, die den Besuchern einen jeweils neuen Blick auf das Naturschutzgebiet erlauben. 
Bei der mobilen Nationalpark-Schule kommen Nationalpark-Ranger zu den Schülern ins Klassenzimmer. Dort können sie ihr Wissen und ihre Erfahrung mit den Bergen und der Natur an die Jugend weitergeben, wie Rupitsch erklärt: „Die Nationalpark-Ranger sind unsere Aushängeschilder und erfüllen neben Servicearbeiten auch die verantwortungsvolle Aufgabe der Besucherbetreuung. Sie fungieren also als Mittler zwischen Mensch und Natur.“ Ganz engagierte Jugendliche können sich im Nationalpark Hohe Tauern zu Junior-Rangern ausbilden lassen. Dann hat die Begeisterung für die Natur ihren höchsten Punkt erreicht: den aktiven nachhaltigen Schutz des größten Nationalparks Österreichs.


Über den Nationalpark Hohe Tauern

Mit einer Fläche von 1.836 km2 stellt der 1981 gegründete Nationalpark Hohe Tauern das größte zusammenhängende Naturschutzgebiet Mitteleuropas dar. Er beheimatet 10.000 Tier- und 1.800 Pflanzenarten und verfügt mit dem Großglockner (3.798 m) über die höchste Erhebung Österreichs. Neben seiner Funktion als Erholungsgebiet von Mensch und Natur betreibt der Nationalpark Hohe Tauern Naturraumforschungsprojekte. Wichtige derzeit laufende Projekte befassen sich mit dem Raumverhalten des Alpensteinbocks, der Wiederansiedelung und dem Monitoring des Bartgeiers und der Urforelle in den Alpen.

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