Nationalpark Hohe Tauern präsentiert vielseitiges Angebot

Unzählige Möglichkeiten für Naturfans - Rückblick und Vorschau im Nationalpark Hohe Tauern

Nationalparkreferent LR Christian Ragger und Nationalparkdirektor Peter Rupitsch präsentierten den Tätigkeitsbericht 2014 und stellten die Schwerpunkte für das Jahr 2015 des Nationalparks Hohe Tauern – Kärnten vor. „2014 standen 2,75 Millionen Euro zur Umsetzung von nationalparkkonformen Projekten und Aktivitäten zur Verfügung. Damit konnten wir eine Vielzahl von Aktivitäten umsetzen. Auch im Jahr 2015 verfügt der Nationalpark Hohe Tauern über ein attraktives und vielseitiges Programm“, betont Ragger.

Tätigkeitsbericht_2014_Kärnten.pdf

2014 stand im Zeichen des Auerwildes. In Kooperation mit der Kärntner Jägerschaft wurden einige beispielhafte Maßnahmen umgesetzt, die darauf abzielten, die Lebensräume für diesen scheuen Waldvogel zu verbessern und damit den Bestand langfristig zu sichern. Auch die Umsetzung des Forschungsprojektes „Steinwild in den Hohen Tauern“ mit den Schwerpunkten Hornvermessung und genetische Untersuchungen wurden fortgesetzt. In den Jahren 2013 und 2014 wurden 61 Steinbocktrophäen vermessen und insgesamt 333 Reviergänge von Nationalpark Rangern durchgeführt. Besonders erfreulich ist auch, dass unsere vieljährigen Bemühungen zur Wiederansiedelung des Bartgeiers zusehends fruchten. Nach 2012 kann auch 2014 wieder von einer erfolgreichen Freilandgeburt auf der Kärntner Seite der Hohen Tauern berichtet werden.

Auch die Angebote im Bereich der Besucherbetreuung und Bildung fanden großen Anklang. Über 9.200 SchülerInnen nahmen an den betreuten Programmen des Nationalparks teil. Auf weitere vier Jahre verlängert wurde die Partnerschaft mit der Neuen Nationalparkmittelschule Winklern. Die steigende Nachfrage bei den Kinder-und Jugendprogrammen, aber auch die Tatsache, dass im vergangenen Herbst der 10.000ste Klimaschüler gefeiert werden konnte, sind der Beweis dafür, dass wir mit der Bildungsarbeit, die wir als eine wichtige Investition für die zukünftige Generation sehen, richtig liegen.

Ein voller Erfolg war auch der achte Tag der Artenvielfalt im Nationalpark Hohe Tauern. Insgesamt 70 WissenschafterInnen durchkämmten im vergangen Juli das Mallnitzer Seebachtal mit dem Ziel, innerhalb von 48 Stunden möglichst vielen Arten zu entdecken. Dabei konnte erstmals der Große Eisvogel innerhalb der Grenzen des Nationalparks Hohe Tauern nachgewiesen werden.

„2015 stehen rund 2,8 Millionen Euro zur Verfügung. Damit werden eine Vielzahl von Aktivitäten und Maßnahmen in den Hauptgeschäftsbereichen Schutz der Natur, Besucherbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung sowie Forschung und Planung umgesetzt“, so Nationalparkreferent Ragger. Besonders erfreulich sei, dass aus dem EU-Förderprogramm für ländliche Entwicklung (ÖPUL) bis zum Jahr 2020 auch Mittel für den Nationalpark Hohe Tauern vorgesehen sind. Diese können jedoch nur bei entsprechender Eigenmittelausstattung angesprochen werden. Handlungsbedarf gibt es vor allem  im Bereich der Nationalparkinfrastruktur. Durch das EU-Förderprogramm besteht die Möglichkeit wichtige Zukunftsprojekte zu realisieren.

Ein besonderes Highlight stellt die EXPO 2015 in Mailand dar, an der die Nationalpark-Regionen und die Bundesländer der Hohen Tauern mit ihren wesentlichen touristischen Angeboten vertreten sein werden und den EXPO-Beitrag der Republik Österreich, der unter dem Motto „breathe austria“ läuft, entsprechend ergänzen. Neben dem Österreich-Pavillon wird auch das „Alpine Österreich“ - mit seinen knapp 1.000 Dreitausendern - durch den größten Nationalpark Mitteleuropas, den Nationalpark Hohe Tauern, den Großglockner (Österreichs höchsten Berg mit 3.798 m) und seinem nationalen Monument, der Großglockner Hochalpenstraße, repräsentiert sein.

„Gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat wird 2015 ein mehrjähriges Monitoring- und Forschungsprogramm erarbeitet, damit langfristig eine konstante Überwachung im Schutzgebiet gewährleitest ist“, so Nationalparkdirektor Rupitsch.

In der kommenden Sommersaison werden über 190 Erlebnisführungen, die von Nationalpark Ranger durchgeführt werden, angeboten. Dazu zählen beliebte Programmpunkte wie 360 Grad Nationalpark: Panoramatour Mohar, Gletscherweg Pasterze, Wildtierbeobachtung Seebachtal, Steinbockbeobachtung bei Morgenstimmung, Panoramaweg Arlhöhe, Wanderung in das Großelendtal oder Naturlehrweg Gamsgrube.

I N F O: Der Tätigkeitsbericht 2014 sowie das Jahresprogramm 2015 können kostenlos bei der Nationalparkverwaltung unter 04825 6161 oder nationalpark@ktn.gv.at bestellt werden.


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