LR Ragger gratuliert Anja Suntinger zur bestanden Berufsjägerprüfung

Am 19. Juni 2015 fand auf Schloss Mageregg die Zeugnisverleihung für die Jagdschutzorgane statt. Von den 75 angetretenen Jägerinnen und Jäger haben 55 die Prüfung erfolgreich absolviert. Den Kärntner Jagd- und Nationalparkreferenten LR Mag. Christian Ragger freut es besonders, dass mit Anja Suntinger auch eine aktive Nationalpark Rangerin unter den neuen Berufsjägern ist. „Mit ihrer ausgezeichneten Leistung ist Anja Suntinger nun die erste Berufsjägerin im Bundesland Kärnten. Durch ihre duale Ausbildung in den Bereichen Jagd und Nationalpark ist sie somit universell im Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern einsetzbar", freut sich Ragger.

Im Jahre 2002 wurden die Reviere des Nationalparks Hohe Tauern seitens der Kärntner Jägerschaft als Praxisbetrieb gem. § 8 des Berufs- und Jagdaufseherprüfungsgesetzes anerkannt. In weiterer Folge wurde im Nationalpark Hohe Tauern mit der Ausbildung von Berufsjägerlehrlingen begonnen. Anja Suntinger kommt aus Großkirchheim und startete die Ausbildung im Jahr 2012. Das umfangreiche dreijährige Ausbildungsprogramm erfordert neben der praktischen Tätigkeit in den Revieren auch den positiven Abschluss eines Forst- und eines Jagdkurses.


Im ersten Lehrjahr stand vor allem das Kennenlernen der Nationalparkreviere durch laufende Reviergänge in Begleitung der hauptberuflichen Jagdschutzorgane im Vordergrund. Bei diesen Reviergängen wurden unter anderem die Schalenwild- und Raufußhühnerbestände, sowie die Bartgeier- und Steinadlervorkommen im Rahmen des laufenden Monitoring Programmes erfasst. Das richtige Ansprechen der Wildarten, die Anwendung der Jagdpraxis und die Instandhaltung der jagdlichen Infrastruktur sind ein weiterer Teil der Ausbildung im ersten Lehrjahr.


Neben laufender Reviergänge und der Führung eines Revierbuches wurde im zweiten Lehrjahr ein dreimonatiger Forstkurs in Ossiach positiv absolviert.
Die Reviergänge beinhalten neben dem laufenden Monitoring auch das Ansprechen des Wildes, die Mithilfe bei Regulierungsabschüssen, das jagdliche Brauchtum, der Umgang mit der Jagdwaffe, das Erkennen von Wildkrankheiten, das Erkennen von Wild- und Jagdschäden, das Einsetzen eines fermen Jagdhundes und vieles mehr.
Im dritten Lehrjahr wurde der dreimonatige Jagdkurs in Rotholz positiv absolviert.


Da in den Nationalparkrevieren die wissenschaftliche Forschung nicht zu kurz kommen darf, wurde Anja Suntinger im Zuge der Ausbildung auch bei der Umsetzung von Forschungsprojekten wie z.B. Steinwildmarkierung, Bartgeierwiederansiedelung, Gamswildforschung, etc. eingesetzt.


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